+++   03.06.2019 Plattdeutsche Runde  +++     
     +++   14.06.2019 Heimatkundliche Fahrradtour  +++     
     +++   18.06.2019 Vorstandssitzung  +++     
     +++   16.07.2019 Burg Vischering, Lüdinghausen  +++     
     +++   12.08.2019 Plattdeutsche Runde  +++     
Link verschicken   Drucken
 

Statement des Vorstandes zum Bau eines Hochlagers bei Finke

13.05.2019

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, meine Damen und Herren,

Ich möchte als Vorsitzender des Heimatvereins Rhynern 1991 e.V. mit 250 Mitgliedern heute Abend gern eine Stellungnahme abgeben. 
Der Vorstand unseres Vereins spricht sich entschieden gegen den unangemessenen Logistikausbau des Möbelhausstandorts der Höffner/Krieger-Gruppe aus. Die Erweiterung ist in unseren Augen ein absolutes „No-Go“.

Ich möchte Ihnen darum diese Argumente gegen dieses Vorhaben vortragen:

  1. Die Ausmaße der Erweiterungsfläche sowie der Neubau des Mammuthochregallagers von 100 Meter Länge, 40 Meter Breite und 44 Metern Höhe (und damit höher als das benachbarte Edeka-Logistikzentrum) bedeutet eine unvernünftige Versiegelung von wertvollem Boden mit Beton und Asphalt in einer landwirtschaftlich geprägten Gegend. Nicht umsonst hat das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen verlauten lassen: „Boden ist kein vermehrbares Schutzgut.“ Der Verlust wertvoller Acker- und Weideflächen durch Bebauung und Versiegelung ist nicht umkehrbar. 
  2. Die Vernichtung von landwirtschaftlicher Fläche und zu schützender Naturfläche steht in keinem Verhältnis zu hinlänglich geringen Gewerbesteuereinnahmen und verhältnismäßig eingeschränkten Schaffung von neuen Arbeitsplätzen obendrein mit fraglicher Lohnqualität. 
  3. Zunehmende verkehrstechnische Probleme in einer verkehrssensiblen Lage sind mit dem Finke-Erweiterungsbau absehbar; es ist mit zusätzlichen unvorhersehbaren, gravierenden Verkehrsbeeinträchtigungen in der schon übermäßig stark befahrenen Region zu rechnen.
  4. Der lebens- und liebenswerte Charakter von Rhynern, auf den die Stadt Hamm zurecht mit Stolz wiederholt verweist, wird mit der Errichtung eines gigantischen Hochregallagers weithin sichtbar gemindert. Der Wohnwert in Rhynern wird beträchtlich reduziert.
  5. Ein unansehnlicher Mammutbau nördlich der A2, - man bedenke, der Turm der Kath. Kirche ist mit 58 m nur 14 m höher, die ev. Kirche misst nur 24 m, -  zerstört nicht nur die Natur, sondern optisch auch das „Einfahrtstor“ nach Rhynern und in die Innenstadt, das eigentlich zukünftig durch einen ästhetisch ansprechenden Gebäudekomplex der Galerie Mensing an der Kreuzung Werler Straße/Unnaer Straße positiv hervorgehoben werden wird. Ein benachbartes Hochregallager konterkariert dieses Ansinnen eindeutig.
  6. Die wirtschaftliche Bebauung nördlich der A2, also Richtung Innenstadt, muss weiterhin tabu sein. Sie ist und bleibt für uns nicht hinnehmbar. Der Finke-Bau hat seinerzeit, trotz warnender Stimmen im Vorfeld, bereits die erträgliche Grenze der industriellen Großbebauung nördlich der A2 überschritten. Wie sich jüngst zeigte, hat sich die Firma Finke als wirtschaftlicher Flop erwiesen. Somit kann bei dem dichten Netz von offensiv konkurrierenden Möbel-Anbietern in Deutschland allgemein und im näheren Hammer Umfeld im Besonderen eine Aufgabe des Standorts Rhynern durch die Höffner/Krieger-Gruppe zukünftig nicht ausgeschlossen werden. Dies bedeutet als Konsequenz wohlmöglich kommende Bauruinen in Hamm-Rhynern.
  7. Wir warnen die Stadt Hamm ausdrücklich vor der Unzuverlässigkeit, dem Erpressungspoker und den Hinhaltetaktiken der Höffner/Krieger-Gruppe, die unter anderem schon in Düsseldorf, Bremen, Duisburg nachweislich in Erscheinung traten. Das kann man im Internet nachlesen.

(vgl. z.B. https://www.nrz.de/staedte/duesseldorf/hoeffner-laesst-

moebelhaus-projekt-in-rath-platzen-id215386079.html;https://www.moebelkultur.de/ news/doch-kein-moebelhaus-von-hoeffner-oder-schaffrath/).

Außerdem sollte sich die Stadt nicht durch übereilte Entscheidungen, die die Höffner/Krieger-Gruppe vehement einfordert, drangsalieren lassen.

  1. Die Verlegung der Quelle des geschützten Siepens-Gewässers ist absurd. Der Verlegung muss Arnsberg zustimmen. 

Der Heimatverein Rhynern fühlt sich, bei aller Offenheit für sinnvolle Erneuerungen, unter anderem für den Erhalt von schützenswerter Natur- und Kulturlandschaft verpflichtet. Achtenswerte Natur in der nach wie vor landwirtschaftlich geprägten Heimatregion, umweltbewusstes Handeln und gesunder Menschenverstand müssen vor menschenunwürdigen und nicht  nachhaltigen Wirtschaftsprojekten Vorrang haben.

Unser eindringlicher Appell richtet sich hiermit, parteienübergreifend, an den Oberbürgermeister unserer Stadt, den Stadtrat von Hamm und die Bezirksvertretung Hamm-Rhynern, sich nicht zum Spielball eines undurchschaubar-fragwürdigen Investors machen zu lassen. Wir meinen, der derzeitige Bebauungsplan sollte nicht im Sinne der Höffner/Krieger-Gruppe geändert werden.       

Vorstand des Heimatvereins

 
Aktuelles aus Rhynern
 

Hochregallager bei Finke vom Tisch:  Bürgerproteste waren erfolgreich!

_______________________________________

 

Alois Wiegenhagen

 

Wiehagenausstellung im Heimathaus

Eröffnung am Samstag, den 07. September 2019, 11 Uhr

Der Heimatverein stellt Bilder der Gebrüder Alois und Leo aus seinem und aus privatem Besitz aus. 

 
 
Trauungen
 

Trauungen

 

Heiraten Sie in unserem Heimathaus in Rhynern mit seinem einzigartigen Charme.

 

Nähere Information

 
 
Veranstaltungen